Ein behutsamer Einstieg ins Schulleben
Nido (italienisch für „Nest“) ist die erste sorgfältig vorbereitete Umgebung im Montessori-Konzept und richtet sich an Kinder im Alter von 18 Monaten bis 3 Jahren.
Selbstständigkeit von Anfang an
Inspiriert vom Leitgedanken Maria Montessoris – „Hilf mir, es selbst zu tun.“ – erleben sich Kinder im Nido als aktive und kompetente Gestalter ihrer eigenen Entwicklung.
Sie wählen Materialien selbstständig aus, wiederholen Aktivitäten so oft sie möchten und arbeiten in ihrem eigenen Rhythmus. Dabei entwickeln sie Konzentration, Koordination und wachsendes Selbstvertrauen.
Eine sorgfältig vorbereitete Umgebung
Im Nido steht jedes Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Die Umgebung ist bewusst nach Montessori-Prinzipien und aktuellen Erkenntnissen der Frühpädagogik gestaltet:
- bodentiefe Spiegel und offene Bewegungsflächen zur Förderung der freien motorischen Entwicklung
- niedrige Regale mit sorgfältig ausgewählten, altersgerechten Materialien
- natürliche Materialien wie Holz, Stoff und Metall
- klare Struktur und Ordnung, die Orientierung und Sicherheit geben
Alles ist so gestaltet, dass Kinder selbstständig entdecken können – greifen, krabbeln, sich bewegen und die Welt erkunden, in ihrem eigenen Tempo und ohne ständige Anleitung durch Erwachsene.
Diese vorbereitete Umgebung stärkt von Anfang an Vertrauen, Selbstständigkeit und das Gefühl eigener Kompetenz.
Eine behutsame Eingewöhnung
Wir arbeiten mit einem strukturierten, kindzentrierten Eingewöhnungsprozess, der sich an bewährten Konzepten der frühen Bildung orientiert. Dieser schrittweise Übergang ermöglicht es den Kindern, eine sichere Bindung zu ihren Bezugspersonen aufzubauen, wobei die Eltern während der gesamten Eingewöhnungszeit eng eingebunden bleiben.
Partnerschaft mit den Familien
Wir verstehen die Eingewöhnung als gemeinsamen Weg von Kind, Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen. Offene Kommunikation und enge Zusammenarbeit stellen sicher, dass jedes Kind individuell, respektvoll und in seinem eigenen Tempo ankommt.
Im ibms Nido nehmen wir uns die Zeit, die Kinder brauchen – denn ein sicherer Anfang ist die Grundlage für selbstbewusstes Lernen.
Die vier Phasen der Eingewöhnung
Phase 1 – Ankommen und Sicherheit finden
Kinder erkunden die Nido-Umgebung gemeinsam mit einem Elternteil oder einer vertrauten Bezugsperson. Die Pädagoginnen und Pädagogen beginnen dabei, eine Beziehung zum Kind aufzubauen und beobachten aufmerksam seine Bedürfnisse und Rhythmen.
Phase 2 – Übergang in den Alltag
Sobald das Kind erste Sicherheit zeigt, werden behutsam kurze Trennungsphasen eingeführt. Vertraute Abläufe helfen dem Kind, die Struktur des Tages zu verstehen und Vertrauen in die neue Umgebung zu entwickeln.
Phase 3 – Neue Routinen entwickeln
Mit wachsender Sicherheit verbringt das Kind zunehmend mehr Zeit selbstständig in der Gruppe. Es nimmt aktiver an täglichen Aktivitäten, Mahlzeiten und Spielphasen teil, begleitet und unterstützt durch die Pädagoginnen und Pädagogen.
Phase 4 – Stabilisierung
Der Eingewöhnungsprozess gilt als abgeschlossen, wenn sich das Kind sicher fühlt, vertrauensvoll mit Pädagoginnen, Pädagogen und anderen Kindern interagiert und sich selbstverständlich im Tagesablauf bewegt. Diese Phase markiert einen stabilen und vertrauensvollen Start in das Leben im Nido.
Typischer Tagesablauf
07.30 – 08.00
Frühbetreuung
08.00 – 08.50
Ankommenszeit / Frühstück
09.00 – 09.45
Morgenkreis / Montessori-Arbeitszeit
09.45 – 10.00
Vorbereitung Außengelände / Spielplatz
10.00 – 10.45
Außengelände / Spielplatz
11.00 – 11.30
Mittagessen
11.40 – 12.00
Vorbereitung Schlafengehen / Vorlesezeit
12.00 – 14.00
Schlafenszeit /Ruhezeit
14.00 – 14.45
Snack / Montessori-Arbeitszeit
14.45 – 15.00
Vorbereitung Außengelände / Spielplatz
15.00 – 16.00
Außengelände / Spielplatz / Abholzeit
16.00 – 17.00
Spätbetreuung (Anmeldung erforderlich)
Häufig gestellte Fragen (FAQ) Nido
Jede Familie führt ein Gespräch mit der Leitung und den Gruppenpädagoginnen und Pädagogen, um die Eingewöhnung individuell zu besprechen. Wir arbeiten nach dem Berliner Modell und orientieren uns am Tempo des Kindes. In der Regel dauert die Eingewöhnung 4–6 Wochen. Wichtig ist uns, dass Ihr Kind eine vertrauensvolle Bindung zu den Pädagog:innen aufbauen kann.
Nein. Eine Ruhezeit ist jedoch wichtig, damit die Kinder ihre Erlebnisse verarbeiten können. Alle Kinder gehen gemeinsam in den Schlafraum. Kinder, die nicht einschlafen oder früher aufwachen, werden in der Gruppe betreut. Da der Gruppenalltag durch die vielen sozialen Interaktionen anstrengend ist, brauchen die Kinder Erholung.
Die Bringzeit ist bis 8:50 Uhr, damit wir gemeinsam ruhig in den Tag und in die Arbeitsphase starten können. Häufiges Öffnen der Tür stört die Konzentration der Kinder. Ein klarer Tagesablauf gibt Sicherheit und Struktur.
Um die wichtige Ruhezeit nicht zu stören, holen Sie Ihr Kind bitte bis 11:45 Uhr oder erst wieder ab 14:00 Uhr ab.
Nein, wir haben viel Erfahrung mit Kindern, die eine andere Muttersprache haben. In diesem Fall braucht es etwas Geduld in der Eingewöhnungsphase.
Wir arbeiten nach dem Immersionsprinzip: Eine pädagogische Fachkraft spricht konsequent Englisch, die andere konsequent Deutsch. Die Kinder lernen die Sprache im Alltag und durch die Wiederholung bestimmter Sätze ganz natürlich.
Im Nido fokussieren wir uns auf die Entwicklung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Kinder. Wir gestalten die Umgebung so, dass sie möglichst viel selbstständig tun können. Die Kinder schneiden bei uns Obst und Gemüse, kümmern sich um ihre Umgebung und um sich selbst. So übernehmen sie Verantwortung und stärken ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstständigkeit.
Die freie Wahl des Materials ermöglicht es den Kindern, ihrem inneren Bedürfnis zu folgen. Das Material ist so gestaltet, dass sie spielerisch und unbewusst ihre Motorik und Koordination verfeinern.
Wir versuchen allen Kindern einen Platz zu ermöglichen, können aber nichts versprechen. Für das Kinderhaus muss eine separate Anmeldung ausgefüllt werden.
Die Wahl der richtigen Schule ist eine wichtige Entscheidung.
Unser Aufnahmeteam unterstützt Sie gerne persönlich.